Make Change that Lasts

Was, wenn wir überhaupt nicht wissen, was uns abhält, das Leben zu leben, welches wir uns eigentlich wünschen?

Und hier meine ich nicht unbedingt den Porsche zu fahren, den wir uns vorstellen. Obwohl es natürlich nicht gesagt ist, dass dies nicht einmal passieren wird, wenn wir unser Leben neu denken.

Das Leben neu denken bedeutet offen zu sein und sich mutig anschauen, was gerade ist. Um dann zu entscheiden, was ich will. Und was meiner Meinung nach immer dazu gehört ist: Änderung.

Und das hat meiner Meinung nach keiner besser erklärt, als Dr. Rangan Chatterjee. Ein britischer Arzt und erfolgreicher europäischer Podcaster mit der Serie: „Feel better; Live more“.

Dr. Rangan Chatterjee hörte ich live bei einem zweitägigem Event bei Soul Search (mit Dr. Edith Eger).

Ich war wirklich beeindruckt von seinen Ausführungen zum Thema „Glücklich sein“ ohne hier die üblichen Plattitüden zu hören. Hier ging es mehr um eine innere Einstellung und eine Art wie ich mit äußeren, unbeeinflussbaren Geschehnissen und Situationen umgehe – welche Geschichte ich darüber erzähle. 

Denn 

„80-90% was ich sage, entspricht meiner Lebensweise“

gab er in seinem Vortrag zu bedenken.

Ein Grund warum Menschen nicht glücklich sein können, ist die Tatsache, dass wir immer denken, erst dann Zeit dafür zu haben, wenn alles erledigt ist. Doch das, so sagte Rangan, wird nie passieren.

Warum wir aber an diesem Gedanken so festhalten liegt daran, dass wir so schlecht darin sind, etwas ändern zu wollen und zu können.

Und das bewog mich das Buch „Make Change that lasts“ zu kaufen, dass kurz nach seiner Teilnahme an besagtem Event veröffentlich wurde. Um genau zu sein vor einem Jahr.

Abhängigkeiten halten uns von Änderungen im Leben ab.

Wir alle haben gewisse Abhängigkeiten. Diese beginnen natürlich schon im Säuglingsalter und gehen im Erwachsenenalter mit lebenswichtigen Notwendigkeiten weiter.

Doch manche der nicht überlebensnotwendigen Abhängigkeiten, halten uns davon ab glücklich zu sein. Und diese sind uns oft nicht bewusst.

So schreibt Rangan in seinem Buch, dass wir beispielsweise uns zu sehr von Geschäftigkeit abhängig gemacht haben.

Geschäftigkeit wird mit Erfolg gleichgesetzt.

Und das nicht unbedingt zu unserem Gunsten. So wird oftmals freie Zeit als ineffizient und als ein Zeichen des Scheiterns angesehen. Ein Grund warum Burnout mittlerweile epidemisches Ausmaß angenommen hat.

Rangan geht in diesem einen Kapitel des Buches sogar so weit und erklärt Geschäftigkeit als ein mögliches Zeichen von Faulheit. 

Puh. Da könnte man jetzt aber auch etwas verärgert sein, wenn man das liest. Aber grundsätzlich ist das ein gelungener provokanter Ansatz, um sein Leben zu überdenken und wieder mehr Struktur und Ordnung hinein zu bringen und vielleicht sogar Prioritäten zu setzen.

Natürlich schreibt er dazu, das manche nicht immer die Wahl haben, wie geschäftig sie sein müssen, um beispielsweise ein gute alleinerziehende Mutter zu sein. Doch er stellt trotzdem die Frage, wieviel Geschäftigkeit wirklich notwendig ist.

Nicht alles muss sofort sein.

Und vor allem wird unsere To-Do Liste nie leer werden.
Entscheidungen für sich und seine nötigen Ruhephasen innerhalb dieser Geschäftigkeit zu treffen können hart sein. Und manchmal bedeutet es auch in manchen Bereichen Opfer zu bringen.

Mich zu erinnern, was im Leben Priorität hat und mir am Wichtigsten ist, kann auch bei den vielen To-Do’s hilfreich sein um zu entscheiden, welche ich davon gleich oder mittelfristig umsetze. Und vielleicht bleiben Wünsche und Träume auch offen. 

Ich aber habe Freiheit gewonnen.

Auch die anderen Kapitel des Buches beschreiben Abhängigkeiten, die uns manchmal bekannt vorkommen oder uns überhaupt nicht bewusst sind.

Welche das sind, verrate ich nicht und empfehle dir stattdessen das ganze Buch zu lesen (leider derzeit nur in englischer Sprache verfügbar). Es öffnet die Augen für unsere vielen kleinen Alltagsthemen und liefert uns vielleicht sogar auch den Antrieb etwas in unserem Leben zu ändern.

Für mehr Leichtigkeit und Wohlbefinden.