Sich aufladen wie eine Batterie – AAA!

Das war eine wirkliche Inspiration der Bestseller Autorin Stephanie Harrison (The New Happy), die ich bei einem Vortrag darüber sprechen hörte.

Acknowledge, Accept und Appreciate. 

Erkennen, akzeptieren und würdigen unsere Gefühle. 

Sie fügte auch ein viertes ‚A‘ hinzu. Dem „Act“, also dem Handeln, trotz oder gerade wegen des Gefühls.

Das Erkennen der Gefühle die da sind. Sehen was gerade mit mir los ist.

Akzeptieren, dass diese Gefühle ihre Berechtigung haben. Mir geht es damit nicht gut, aber es ist ok, dass ich sie habe, weil sie gerade das ausdrücken, was in mir vorgeht. Nicht sich dafür verurteilen, dass diese Gefühle da sind, so sagte Stephanie, sondern sie einfach annehmen wie sie sind.

Würdigen bedeutet, den Gefühlen ihren Raum zu geben. Sie sind wichtig. Bedanken, dass es sie gibt und sie mir etwas mitteilen. 

Das Handeln bedeutet mit den Gefühlen weiterzugehen. Die Gefühle wollen mich schützen, aber sie hindern mich nicht an kleinen Schritten, die ich trotzdem weiter gehen kann.

Eine ähnliche Analogie nutzte auch eine wunderbare Psychologin Dr. Millicent Rose in der gleichen Veranstaltung zum Thema Ängste. 

Attend – Beachten. Hallo Angst, ich weiß du bist da.

Acknowledge – Erkennen. Ok Angst, ich weiß wer du bist und warum du bei mir bist. Du gehörst dazu. Über dich nachzudenken, warum du da bist, macht absolut Sinn.

Accept – Akzeptieren. Liebe Angst. Ich bin jetzt da, dir genau das alles zu sagen. Dir in meinem Leben den Platz zu lassen, der seine Berechtigung hat. Du bist eine Erfahrung von mir und wirst daher immer Teil sein.

Eine wertvolle Weisheit von Frau Dr. Rose blieb mir im Gedächtnis. 

„Der Angst keinen Widerstand leisten“.

Mit Widerstand kommt Wut, Niedergeschlagenheit, Panik.

Wer die Angst vor der Angst zulässt, leidet mehr darunter als unter der ursprünglichen Angst.
Der Angst ins Auge zu schauen, ist nicht nur ein weises Sprichwort, sondern gibt uns die Chance der Angst ihren Schrecken zu nehmen.

Aus diesen wertvollen Vorträgen der beiden Damen habe ich meine ganz eigene Version, die der von mir praktizierten Rational-Emotive-Verhaltenstherapie nach Ellis entspricht, erschaffen:

ANERKENNEN, AUFMERKSAMKEIT, AKZEPTANZ

Anerkennen:

  • mich selbst und andere
  • meine Gefühle, die ich habe und deren Berechtigung die sie haben.
  • mein Wesen und meinen Charakter
  • meinen Wert als Mensch

Aufmerksamkeit:

  • was will mir eine Situation und deren Ablauf sagen?
  • was wollen mir meine Gefühle mitteilen?
  • welche Gründe (Gedanken) gibt es, warum ich diese Gefühle habe?
  • warum reagiere ich so wie ich reagiere? 
  • Welche Muster wiederhole ich?

Akzeptanz:

  • dessen was ist
  • das es so ist, wie es ist
  • das ich nicht alles unter Kontrolle habe. Aber über das was ich denke und wie ich damit umgehen möchte, das habe ich unter Kontrolle.
  • das ich ein Mensch bin, der fühlt und Gefühle hat (vielleicht auch mal ungesunde)

Was mir wieder zu mehr Energie und Lebensfreude hilft ist hier die Tatsache, dass ich mich nicht vor meinen Gefühlen verstecke. 

Mir diese anzuschauen, sie zu ergründen versuche und sie dann entweder ins Leben zu integrieren oder sogar loszulassen, wenn sie mir nicht mehr dienlich sind.

Den Gefühle dienen in gewisser Weise immer einem bestimmten Zweck. Hat sich dieser Zweck erübrigt, so sind auch die Gefühle dafür nicht mehr wirklich notwendig. 

Wir halten allerdings viel zu oft an den Mustern und Gedanken fest, die uns nicht dienlich sind, geprägt aus früheren Notwendigkeiten. Und das hält ungesunde Gefühle in unserem Leben aufrecht.

Gefühle gehören zum Leben und machen unser Menschsein aus.

Ich bin aber nicht meine Gefühle. Sie sind Ausdruck meines Befindens.

Sich von diesen bestimmen zu lassen, wenn sie uns nicht gut tun, ist keine weise Entscheidung. Solch eine Entscheidung, die wir unterbewusst treffen, kann uns krank machen und uns hindern am Leben teilzunehmen oder dieses zu genießen. 

Daher ist Anerkennen, Aufmerksamkeit und Akzeptanz so wichtig. Es integriert die Gefühle und wandelt sie. 

Und mit hilfreicheren Gefühlen und Gedanken beginne ich wieder meine Energie zurück zu holen, die ich an äußere Umstände abgegeben habe. Die ich in ungesunde Gedanken investiere, die als automatische Muster und Schlussfolgerungen abgespeichert sind. Sich seine Energie zurückzuholen bedeutet mehr vom Leben zu haben.

Anerkennen, Aufmerksamkeit, Akzeptanz.

Das Leben ist unser größter Schatz und die Energie der wichtigste Treibstoff.

Holen wir unser Leben und unsere Energie wieder zurück!